Die Wütenden meldeten sich zu Wort

… in Form eines Flugblatts.

Im November letzten Jahres verbreiteten die Wütenden in Würzburg ein Flugblatt, dass sich mit dem Bildungsprotest auseinandergesetzt hatte. Sie erklärten in einem kurzen Schreiben die Sinnlosigkeit des „Protests“. Am Samstag, dem 1. Mai, suchten sie den Konflikt an anderer Stelle. Aber lest selbst.


3 Antworten auf „Die Wütenden meldeten sich zu Wort“


  1. 1 erwin 04. Mai 2010 um 18:01 Uhr

    zunächst einmal muss sich die antifa den vorwurf wohl oder übel gefallen lassen,in schweinfurt einer gewerkschaftsdemonstraion hinterhergedackelt zu sein,was bei der geforderten radikalität für eine solche gruppe in der tat ein unding ist und im genannten widerspruch steht.was sich der bei der kundgebung dann richtung naziroute losziehende block als vorwurf allerdings nicht gefallen lassen muss ist die behauptung,auf dem fest der demokratie gelandet zu sein.die folgende,auf seiten der grünen entstehende leichte überforderung beweist sichtlich das gegenteil.die tatsache sich auf einem fest der demokratie zu befinden trifft eher auf die „wütenden“ zu, die sich lieber damit befriedigt zeigten zu provozieren und auf die notwendigkeit der kritik zu beharren.auser diskussion steht dass provokation und kritik zu beiden teilen ihr notwendigkeit beanspruchen,die motivation des tages die allerdings im vordergrund stehen müsste,war an diesem erfolglosen samstag allerdings eine blockade der naziroute,wofür die antifa,in einigen punkten zwar etwas unorientiert und unentschlossen,im gegensatz zu anderen allerdings immerhin den versuch unternahmen.platz für provokation und der ohne zweifel notwendigen kapitalismus- bzw gesellschaftskritik wäre nach diesen aktion immer noch in form einer kundgebung oder ähnlichem gewesen.die „wütenden“ jedoch sahen die prioritäten scheinbar jedoch eher in der sinnlosen provokation einiger feiernder „demokraten“ und sehen sich offensichtlich als die geforderte „theoretische avantgard“ anstatt bei den währenddessen unternommenen versuchen die bullenblockaden zu durchbrechen mitzuwirken.einige entschlossenere und besser organisierte momente und der erfolg wäre greifbar gewesen.kritik und provokation haben die erwähnte daseins berechtigung,aktion und handeln müssen allerdings immer noch im vordergrund stehen.dies ist eine kritik die sich die „wütenden“ bei der von mir unterstellten überheblichkeit wohl entgegenschleudern lassen müssen.

  2. 2 Blubb! 04. Mai 2010 um 20:42 Uhr

    deine kritik schießt ins leere. die „wütenden“, oder die leute die du für diese gruppe hieltest, beteiligten sich danach ebenfalls an den aktionen gegen den aufmarsch, nur verharrten sie eben noch etwas länger beim fest der demokratie. angesichts des ausmaßes dieser widerwärtigen selbstinszenierung mit ca 5000 bürgea_innen auch zurecht. wenn die von dir angesprochenen viel zu früh unternommenen versuche die bullenabsperrungen zu durchbrechen erfolgreich gewesen wären, glaubst du wirklich, man hätte sich die 3-4 stunden auf der route halten können bis die nazis gekommen wären? glaubst du ernsthaft es hätten sich viele bürger_innen bei dieser (oho, rechtswidrigen) aktion beteiligt und das usk hätte zugesehen? erstere wären zu sehr damit beschäftigt gewesen, ihr land und ihre demokratie abzufeiern, und letzteren hätten die blockierer_innen weggeprügelt wie gewohnt.

    „die motivation des tages die allerdings im vordergrund stehen müsste,war an diesem erfolglosen samstag allerdings eine blockade der naziroute“

    weshalb muss das denn im vordergrund stehen? wer steht einem schönen leben denn hautpsächlich im wege? die nazis wohl kaum. sie sind dort bekämpfenswert, wo sie eine bedrohung für linke strukturen und für menschen die nicht in ihr weltbild passen darstellen, das ist richtig. jedoch verbrüdert sich die antifa mit den bekämpfenswerten verhältnissen zu deren gunsten, wenn sie zugunsten der antifaschistischen volksfront (siehe dresden, geradezu abstoßend was sich dort abspielte) die radikalen inhalte zurückstellt.

  3. 3 ein wütender 05. Mai 2010 um 2:38 Uhr

    Eigentlich sind niemand „die Wütenden“. Dieses Flugblatt hatte kein V.i.S.d.P., bist du deswegen daran so interessiert jemanden dies in die Schuhe schieben zu wollen? Wie Debord schon einmal sagte: „Unsere Gedanken sind bereits in allen Köpfen, und eines Tages werden sie herauskommen.“ Daher darf ich auch auf diese Worte leider, und das auch zu Recht – keinen Anspruch auf Copyright erheben. Weder war es das Ziel, noch ist es das Ziel an dem Tag gewesen einen Naziaufmarsch zu verhindern. Schweinfurt hat nun mal das bekommen was es verdient – Nazis. Und die auch nicht zu knapp. Eure strategischen Differenzen hinsichtlich einer Notwendigkeit der Verhinderung des antisemitischen Mobs, sind mir auch weiterhin völlig Wurscht, weil sie nie von Relevanz war. Es war utopisch zu glauben, dass dies möglich wäre. Die angestrebte Pseudopraxis beider lässt vermuten, dass ihr keinen Aufstand wollt, den ich mir so sehnlichst wünsche. Ihr versteht nichts von dem was ihr da von euch gibt. Einfach gesagt: Weil ihr es immer noch nicht verstehen wollt.

    Lasst die wütenden zu frieden, die euch bei nächster Gelegenheit wieder auf die Füße treten werden. – Oder lernt sie zu verstehen!

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